Sportwetten Ratgeber

Eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in der Geschichte der Menschheit ist das Wetten. Schon die frühesten literarischen Aufzeichnungen berichten vom Wetten als Teil des menschlichen Instinkts, der sie immer wieder dazu bringe, Geld oder anderen Besitz zu setzen – immer in der Hoffnung, noch mehr zu gewinnen. Ein Schriftsteller hat einmal gesagt, gewonnenes Geld wäre süßer als verdientes Geld. So ließe sich mit dem kleinsten Aufwand allein durch den Wurf eines Würfels oder das Umdrehen einer Karte der persönliche Besitz steigern.

Wetten ist definiert als das Setzen von Geld oder anderen wertvollen Dingen auf den ungewissen Ausgang eines Ereignisses mit dem Ziel, das eigene finanzielle Vermögen oder den Besitz zu erhöhen. Bei jeder Wette gibt es den Einsatz (stake) und die Quote (odds), die die Erfolgschancen widerspiegelt. Der mögliche Gewinn lässt sich anhand einer simplen Rechnung ermitteln, indem man den Einsatz mit der Quote multipliziert. Die Beziehung zwischen diesen beiden Faktoren gilt für alle Formen von Wetten.

Für einige Kritiker ist Wetten ein absolutes Tabu-Thema und auch in manchen Ethnien oder Religionen gilt es als ungesetzlich. Das Wetten kann zu Problemen führen, doch diese liegen eher in der menschlichen Natur als in der Aktivität an sich. Es ist außerdem ein großer Geschäftszweig, der weltweit Arbeitsplätze schafft und teils hohe Steuereinnahmen generiert. Durch den Aufstieg des Internets ist das Wetten weiter globalisiert und gleichzeitig strenger reguliert worden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Wie man wettet
2. Wettarten
3. Wettquoten erklärt
4. Simple Mathematik
5. Wetten auf bestimmte Sportarten
6. Trading und Arbitrage
7. Professionelle Spieler
8. Money Management
9. Quotenvergleich
10. Fazit

Wie man wettet:

Grundsätzlich geht es beim Wetten darum, etwas zu riskieren, um dadurch mehr zu gewinnen. Spieler bewerten die Chancen, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, und wenn sie die Möglichkeit haben, auf bessere Wettquoten zu setzen, platzieren sie eine Wette. Buchmacher oder Casino-Betreiber bieten die Infrastruktur für die verschiedenen Glücksspiele und behalten einen Teil der Einsätze ein, um damit ihr Geld zu verdienen. Die „Bank“ wird immer einen mathematischen Vorteil haben, der den Anreiz darstellt, weiterhin die Rahmenbedingungen für das Spielen zu schaffen.



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Wer spielen möchte, wird immer einen Einsatz benötigen. Es ist zwar in einigen Fällen möglich, auch auf Kredit zu wetten, in der Regel werden aber Bargeld oder Guthaben auf einem Bankkonto verlangt. Spielschulden sind nach dem Gesetz nicht erstattungsfähig, sodass immer ein gewisses Maß an Vertrauen erforderlich ist. Traditionelle Wetten wurden oft per Handschlag oder als Übereinkunft zwischen Ehrenmännern abgeschlossen. Bis heute schließen einige Spieler an den großen Rennstrecken Großbritanniens ihre Wetten lediglich mit einem Kopfnicken ab. Nach der Entscheidung werden sie basierend auf Vertrauen ausgewertet.

Viele Wetten werden mit einem Vermittler – beispielsweise einem Buchmacher oder Besitzer einer Website – gespielt. Die ersten Wetten liefen allerdings anders ab: In der Regel war es so, dass zwei Ebenbürtige eine Wette abschlossen, wenn sie in einer Sache unterschiedliche Meinungen hatten. Dieses Modell haben heutige Wettbörsen auf eine moderne Eben gehoben. Sie bringen Menschen zusammen, die einerseits eine Wette platzieren oder andererseits eine Wette annehmen wollen.

Es gibt viele Dinge, auf die man Wetten kann, doch das größte Wachstum hat es in den letzten Jahrzehnten im Bereich Sportwetten gegeben. Bestimmte Sportsender und die zunehmende Verfügbarkeit von Informationen im Internet haben dafür gesorgt, dass das Wetten auf Sportereignisse zu einem interessanten Hobby geworden ist.

Auch Live-Wetten sind mittlerweile für Tausende von Events verfügbar und geben den Spielern die Möglichkeit, oft und in geringen Zeitabständen zu wetten. Für das Live-Wetten wird über verschiedene Kanäle der Medien intensiv geworben, sodass es immer mehr als akzeptierte Freizeitaktivität gilt.

Das Wetten wurde zwar mehr und mehr reguliert, aber hat sich gleichzeitig in vielen für diesen Zeitvertreib bekannten Ländern – beispielsweise Großbritannien – weiter verbreitet. Vor weniger als 20 Jahren war es lizensierten Wettbüros nicht gestattet, auch abends oder an Sonntagen zu öffnen. Das Internet hat den Markt zwar verändert, doch auch heute gibt es noch in fast jeder Hauptstraße Englands mindestens ein Wettbüro. Die Branche hat sich seit der Jahrtausendwende stärker gewandelt als in den 100 Jahren zuvor.

Wettarten

Es gibt ganz verschiedene Formen von Wetten und auch die Art und Weise, wie Wetten platziert werden, kann sich von Land zu Land unterscheiden. Dennoch finden sich im Folgenden die Erklärungen zu den drei wichtigsten Methoden, Sportwetten zu spielen:

Traditionell

Waren Pferdewetten lange Zeit die beliebteste der Wettarten in Großbritannien, sind mittlerweile Sportwetten an deren Stelle getreten. Die großen Rennstrecken des Vereinigten Königreichs unterstützen aber weiterhin die Tradition, nach der Buchmacher zur Bahn kommen und auf die verschiedenen Läufe ihre Quoten ausgeben.

Einsätze werden in bar gemacht und Gewinne sofort ausgezahlt, noch bevor das nächste Rennen startet. Wetter können entweder mit dem Quoten zum Zeitpunkt ihrer Wettabgabe oder mit dem sogenannten Starting Price (SP) spielen, der die Quoten zum Rennstart beinhaltet.

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Die Wettmärkte an den Rennstrecken Großbritanniens sind die einfachsten und traditionellsten überhaupt, Quoten werden lediglich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage berechnet. Die Startpreise, deren Kurs durch das Gewicht des Geldes an der Strecke bestimmt wird und so bei den Wettbüros ankommt, sind zum Industriestandard geworden. Dieser Prozess ist aufgrund des zunehmenden Wettaufkommens im Internet in Gefahr. Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Wettquoten an der Rennstrecke von entfernten Orten und durch Anbieter im Internet zu beeinflussen. Die alte Form der Pferdewetten könnte deshalb zwar bald verloren gehen, trotzdem wird sie eine Attraktion der britischen Rennbahnen bleiben.

Das Modell, nach dem vor dem Aufstieg des Internets gewettet wurde, basierte auf feststehenden Quoten und kommt heute auch noch online zur Anwendung. Verschiedene Länder und Rechtsprechungen drücken Quoten zwar unterschiedlich aus, doch das grundsätzliche Prinzip ist dasselbe. Wettquoten geben die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit darüber wider, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt und danach entscheiden die Spieler, ob sie eine Wette platzieren. Die Quoten sind dahingehend fix, dass sie zum Zeitpunkt der Wettabgabe bekannt sind, aber sie reagieren weiterhin auf Schwankungen, die durch die Anzahl der Wetten entstehen.

Die Kunst der Buchmacher besteht darin, Quoten anzubieten, die Spieler anziehen, sodass der Buchmacher unabhängig vom Ausgang des Ereignisses Profit macht. Es sind zwar Margen in die Quoten eingebaut, allerdings nur für das hypothetische Szenario, nach dem Wetten auf eine bestimmte Anzahl von Ausgängen platziert werden könnten. Das bedeutet, dass ein Buchmacher entweder den Großteil der angenommenen Wetten zurückzahlen muss oder eben gar keine. Trotz der Gefälligkeit der Mathematik wird ein Buchmacher mehr wünschenswerte Ergebnisse haben, da die Reaktion des Marktes auf seine Preise nicht exakt vom Preis bestimmt wird. Einige Kunden denken vielleicht, dass die angebotenen Quoten besser sind als die Wahrscheinlichkeiten, doch die Veränderung der Quote würde nicht vor der Wette abschrecken. Manche Fans wetten nämlich blind auf ihr Team, ohne überhaupt auf die Quoten zu achten.

Wettbörsen

Das Wetten an Wettbörsen basiert auf dem Prinzip, zwei Gruppen von Spielern zusammenzubringen. Einerseits diejenigen, die darauf wetten wollen, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, und andererseits die, die Wette akzeptieren und auf darauf setzen, dass es nicht passiert. Die eine Seite glaubt also, dass beispielsweise in einem Fußballspiel das Vorgesehene geschieht, die andere Seite ist der Meinung, dass genau das nicht eintritt. Diese Form wird als Peer-to-Peer-Wette bezeichnet, da die Transaktion zwischen zwei Personen und nicht zwischen dem Buchmacher und einem Kunden abläuft.

Betfair ist seit dem Jahr 2000 der dominierende Anbieter dieser Art von Wetten. Das Unternehmen war die erste erfolgreiche Wettbörse und hat bis heute keinen ebenbürtigen Konkurrenten, der diese führende Position infrage stellen könnte. Betfair hat das Konzept der Lay-Wette (eine Wette annehmen und auf das Gegenteil setzen) salonfähig gemacht. Der Nutzer kann jetzt frei entscheiden, ob er die Rolle des normalen Spielers oder die des Buchmachers einnehmen möchte, indem er eine Wette platziert oder sie annimmt und dagegenhält. Als Wettbörse hat Betfair diese Einteilung in Back- und Lay-Wetten etabliert. Die Quoten bei diesen Wetten sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sowohl vom „Backer“ als auch vom „Layer“ akzeptiert werden.

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Der Schlüssel für eine erfolgreiche Wettbörse ist die Liquidität, die vom Umfang des Geldes, das im Markt in Umlauf ist, bestimmt wird. Einer der Gründe, weshalb die Konkurrenten von Betfair noch nicht an den Marktführer herangekommen sind, ist der Mangel an Geldmitteln. Betfair hat unter den Wettbörsen den besten Ruf, weshalb ihnen viele Kunden das Vertrauen schenken und in ihre Märkte investieren – das wiederum führt zu flüssigem Geld. Eine große Anzahl der Spieler glaubt, dass es wahrscheinlicher ist, dass Wetten zusammenpassen, was die Leistungsfähigkeit der Wettbörse erhöht. Wetten können komplett, teilweise oder gar nicht zusammenpassen. Letztere Variante kann abgebrochen oder im Markt zurückgelassen werden, bis sich ein akzeptabler Preis gefunden hat.

Wettbörsen machen ihre Gewinne nicht mit Margen, sondern durch Kommissionen. Sie berechnen unterschiedliche Typen von Kommissionen auf einer stufigen Skala, sodass höhere Einsätze mit jeweils geringeren Kommissionen belastet werden. Für Wettbörsen ist es nicht wichtig, wie die Ereignisse letztendlich ausgehen, da ihre Nutzer durch ihre Aktivitäten alle verschiedenen Möglichkeiten abdecken. Ihr Geld verdienen die Unternehmen schließlich über die Kommissionen, die sie auf die Wetten aufschlagen, und nicht durch einen bestimmten Ausgang der Events. Die Einnahmen werden weiter in die Verbesserung der Infrastruktur und des Back-/Lay-Mechanismus investiert.

Das Wetten an Wettbörsen bietet sich auch für Live-Wetten an. Die Märkte werden regelmäßig aktualisiert, sowohl vor als auch während des jeweiligen Spiels. Die Quoten schwanken, sodass „Backer“ und „Layer“ Wetten zu den für sie günstigsten Positionen abschließen können, oder auch um Verluste zu minimieren. Bewegt sich der Markt zu ihren Gunsten, können sie Gewinne garantieren, bevor der Ausgang eines Ereignisses überhaupt feststeht. Wendet sich der Markt gegen sie, können sie ihre Verluste möglichst gering halten. Sportarten wie Fußball und Tennis eignen sich durch ihre Schwankungen in den Spielständen besonders für „Cash Outs“.

Betfair bietet im Internet die größte Bandbreite an Sportarten, Wettbewerben und verschiedenen Märkten an. Wenn es eine spürbare Nachfrage für einen bestimmten Markt geben sollte, wird Betfair seinen Nutzern die Möglichkeit geben, auf ihn Back- und Lay-Wetten abzuschließen. Sie brauchen keine Händler, da die Marktkräfte die Preisänderungen bestimmen. Bei den großen Sportereignissen ist besonders viel Geld im Umlauf, sodass sich die Wette noch besser aufeinander abstimmen. Passende Wetten auf beiden Seiten des Marktes sind das wichtigste Merkmal von Wettbörsen und der größte Vorteil gegenüber gewöhnlichen Buchmachern, die lediglich traditionelle Wetten annehmen. Wettbörsen haben zu mehr sozialem Austausch und größerem Engagement zwischen „Backer“ und „Layer“ geführt.

Handicap-Wetten

Das Wetten mit Handicaps läuft nach dem Prinzip, dass der Spieler mehr gewinnt, desto mehr er richtig liegt, und mehr verliert, desto mehr er falsch liegt. Diese Art des Wettens hat besonders im Vereinigten Königreich in den letzten 30 Jahren ein enormes Wachstum erfahren. Nach Schätzungen gibt es in Großbritannien derzeit über eine Million aktive Spieler, die auf Handicaps setzen. Die zentrale Eigenschaft bei dieser Form der Wetten ist, dass Verluste wesentlich höher sein können als der eingesetzte Betrag.

Die Genauigkeit der eigenen Prognose entscheidet hier darüber, wie hoch die Gewinne aber auch die potenziellen Verluste sein können, weshalb unerfahrene Spieler sich zunächst vorsichtig an diese Methode heranwagen sollten. Bei Handicap-Wetten drücken sich die Preise in einer Art Bereich aus, sodass Buchmacher Gewinne erzielen wenn die das Ergebnis ober- oder unterhalb dieses Bereiches liegt.

Buchmacher, die sich auf Handicap-Wetten spezialisiert haben, machen ihre Gewinne durch die Balance aus Auszahlungen und Einnahmen von Spielern, deren Meinungen sich widersprechen. In jedem Markt wird es Verkäufer sowie Käufer geben und der Preis, zu dem die Transaktionen ablaufen, den Profit bzw. den Verlust des Buchmachers bestimmt, die von dem Ausgang eines Events stammen. Handicap-Wetten eigenen sich auch für Live-Übertragungen. Ein Käufer kann zu einem vorteilhaften Preis verkaufen, ein Verkäufer kann einsteigen, wenn sich die Quoten nach seinen Gunsten entwickeln. Spieler können dabei auch von ihren Standpunkten abweichen, bevor die Wette entschieden ist, um Gewinne zu garantieren bzw. Verluste zu minimieren. In diesem Punkt ähneln Handicap-Wetten eher dem Prinzip der Wettbörsen als dem der traditionellen Wette.

Handicap-Wetten sind dann attraktiv für Spieler, wenn es bei einem Ereignis einen großen Favoriten gibt, und diese Wette viele Spieler anzieht. Eine Handicap-Wette bietet sowohl die Möglichkeit, Geld auf das favorisierte Team als auch auf den Underdog zu setzen. Die Marktkräfte bestimmen dabei die Schwankungen der Wette.

Käufer bewegen die Grenze nach oben, Verkäufer dagegen nach unten. Für den Buchmacher ist eine ausgeglichene Verteilung auf beiden Seiten ideal, er verdient dabei über die Kommission Geld. Spieler, die auf Handicap-Wetten setzen oder verkaufen nach ihrer Prognose über den Ausgang des jeweiligen Ereignisses. Käufer glauben, dass das finale Ergebnis über dem Handicap liegt, für Verkäufer sollte sie dementsprechend niedriger sein. Sind mehr Käufer als Verkäufer am Start, wird die Quote ansteigen. Ist es umgekehrt, wird die Quote fallen. Märkte von Handicap-Wetten beruhen lediglich auf dem Prinzip vom Angebot und Nachfrage, sowie einer Balance zwischen Käufern und Verkäufern und einem Gleichgewichtspreis.

Solche Handicap-Wetten sind sowohl bei Sportereignissen als auch an Finanzmärkten populär. Das Konzept stammt von Händlern aus London, die auf die Preisverschiebungen von Rohstoffen und Wertpapieren wetten. Fußball eignet sich besonders für Handicap-Wetten, denn Spieler können so entscheiden, ob die Anzahl der erzielten Tore höher oder niedriger als das Handicap liegt, und auf andere bekannte Ereignisse wetten, darunter beispielsweise die Zahl der Ecken. Diese Wetten im finanziellen Geschäft können oft wesentlich sprunghafter sein, Verluste werden von Preisschwankungen festgelegt, allerdings können Verluste verhindert werden, da Wetten automatisch schließen, wenn ein bestimmter Preis erreicht ist.

Wettquoten erklärt

Die Basis einer jeden Wette sind die Quoten dafür, dass es etwas passiert oder nicht eintritt. Bei Wettbörsen ist die Quote der Lay-Wette immer höher als die der Back-Wette. Die Quoten, die dafür ausgegeben werden, dass etwas geschieht, sind geringer als die, die dafür festgelegt werden, dass etwas nicht passiert. Quoten von Handicap-Wetten bewegen sich in einer bestimmten Spanne – die Käufer würden andernfalls die Verkäufer ausgleichen – während sie bei traditionellen Wetten in einem einzigen Wert festgehalten sind und der Spieler lediglich entscheidet, ob er eine Wette platziert oder nicht. Wettbewerb bedeutet in diesem Fall, dass sich die Quoten zwischen den Buchmachern geringfügig unterscheiden, sie aber generell einem Industriestandard folgen.

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Die Quoten, die für ein Sportereignis ausgegeben werden, spiegeln die Wahrscheinlichkeit wider, die der Buchmacher für den Eintritt eines bestimmten Ergebnisses für realistisch hält. Der Anbieter möchte dabei im Idealfall erreichen, dass Spieler möglichst auf viele unterschiedliche Ausgänge setzen, damit seine Gewinne sicher sind und er nicht verliert. Die Buchmacher rechnen immer auch Margen in ihre Quoten mit ein, die Kunden für das Privileg der Wettabgabe bereit sind zu zahlen. Eine Roulette ist so aufgebaut, dass die „Bank“ langfristig als Gewinner hervorgeht, nach diesem Prinzip funktionieren auch Wettquoten. Die Leistung des Buchmachers besteht darin, kontinuierlich Profite zu generieren und gleichzeitig attraktiv für die Spieler zu bleiben.

Wetten basieren auf den Faktoren Einsatz und Quote. Wer auf eine Quote von 2.0 (engl. Even Money) setzt, wird im Erfolgsfall seinen Einsatz verdoppeln. Alles, was über einer Quote von 2.0 liegt, hat eine Wahrscheinlichkeit, die niedriger als 50:50 liegt. Je höher als die Quote, desto unwahrscheinlicher ist es, dass das entsprechende Ereignis wirklich eintritt. Buchmacher werden also auf hohe Quoten mehr auszahlen, aber in der Regel eben deutlich seltener. Dieser Logik folgend, werden sie bei geringeren Quoten weniger ausgeben müssen, aber eben wesentlich öfter. Die Zielsetzung der Anbieter ist, Gewinne auszuzahlen, aber nur so lange sie unter der Höhe der Einsätze liegen. Buchmacher erreichen das nicht immer, erfolgreiche allerdings öfter, als dass sie es nicht schaffen.

Simple Mathematik

10 € Einsatz auf eine Wette mit einer Quote von 6.0 führen im Falle eines Erfolgs zu einer Auszahlung von 50 € (Einsatz (10) multipliziert mit der Quote (5.0)). Setzt der Spieler 10 € bei einer Quote von 1.5, erhält er im Erfolgsfall 15 € zurück. Liegt er mit demselben Einsatz bei einer Wette daneben, geht er leer aus und der Buchmacher behält das Geld ein.

Verkauft jemand eine 10 €-Wette bei einem Wert von 100, die bei 90 abschließt, erhält er 100 € zurück. Wer eine 10 €-Wette bei 100 kauft und sie bei 110 endet, gewinnt 110 €. Der Verkauf einer 10 €-Wette bei einem Wert von 100, die dann bei 110 schließt, hat 100 € Verlust zur Folge.

Eine gewonnene Back-Wette mit 10 € Einsatz bei einer Quote von 6.0 bringt eine Summe von 50 € ein. Eine Lay-Wette mit dem gleichen Einsatz sorgt bei Misserfolg für einen Verlust von 50 €. Quoten können entweder als Dezimalwert (6.0) oder fraktionale Quote (5/1) angegeben werden. Der Einsatz ist das zweite Element bei der fraktionalen Darstellung, die Dezimalquote zeigt die Höhe der Auszahlung an und bezieht dabei den Einsatz mit ein.

Wetten auf bestimmte Sportarten

Fußball

Der Fußball gilt weltweit als beliebteste Sportart für Wetten. Für jedes Spiel sind die folgenden Märkte am relevantesten:

  • Klassische Siegwette (3-Wege)
  • Beide Teams erzielen ein Tor
  •  Anzahl aller erzielten Tore
  • Korrektes Ergebnis
  • Anzahl der Tore (Über/Unter)
  • Halbzeit/Endstand
  • Scorecast
  • Wincast
  • Anzahl der Karten
  • Anzahl der Ecken
  • Handicaps
  • Gerade/Ungerade
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Pferderennen

Traditionell waren Pferdewetten die Hauptattraktion in den Wettbüros Großbritanniens, auch wenn das Aufkommen von anderen Sportwetten erheblich gewachsen ist, sind sie weiterhin relevant. Die Hauptmärkte sind die folgenden:

  • Sieg
  • Each Way
  • Place Only
  • Straight Forecast
  • Reverserd Forecast
  • Tricast
  • Ante post

Tennis

Als Resultat des Wachsens der Online- und Live-Wetten hat auch die Popularität von Tennis-Wetten in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine Übersicht über die beliebtesten Wettmärkte:

  • Matchwette
  • Satzwette
  • Korrektes Ergebnis/1. Satz
  • Handicap/Spielgewinne
  • Satzgewinner
  • Anzahl aller Spiele
  • Gerade/Ungerade Anzahl der Spiele
  • Meiste Asse
  • Meiste Doppelfehler
  • Ante post

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Golf

Schon immer war Golf eine beliebte Sportart für Wetten, allerdings ist das Interesse ein wenig abgeflaut. Andere Sportarten bieten mehr Möglichkeiten für schnellere Umsätze, doch auch Golf ist weiterhin profitabel:

  • Sieg
  • Each Way
  • Sieger/1. Runde
  • Endstand/Sieger
  • Höhe des Sieges
  • 18-Loch Wetten
  • 72-Loch Wetten
  • Top-Spieler aus bestimmten Land/Kontinent

Cricket

Besonders in Asien und Australien ist Cricket besonders populär, was auch das Interesse an Wetten in diesem Bereich widerspiegelt. Zu den Hauptmärkten zählen:

  • Sieg
  • Bester Schlagmann eines Teams im Spiel
  • Bester Werfer eines Teams im Spiel
  • Meiste Punkte in den ersten 6 Overs
  • Meiste 6er
  • Höchste Opening Partnership
  • Half-Century im Spiel
  • Century im Spiel

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Rugby (League und Union)

Beide Wettbewerbe dieser Sportart ziehen viele Spieler an. Folgende Wettmärkte sind dabei besonders interessant:

  • Sieg
  • Anzahl aller erzielten Punkte
  • First Try Scorer
  • First Scoring Play
  • Handicap
  • Halbzeitresultat
  • Anzahl aller Trys

Trading und Arbitrage

Bei Trading und Arbitrage geht es darum, Nutzen aus einem Quotenvorteil zu ziehen. Trading ist nicht Wetten als solches, aber es geht darum, durch das geschickte Platzieren von Wetten kontinuierlich Gewinne zu erzielen und dabei Verluste zu vermeiden. Einige Trader werden versuchen, aus jedem Fußballspiel oder Pferderennen, das sie sehen, Profit zu machen. Diese Typen von Spielern betreiben das Wetten nicht als Hobby, sondern sind daran gelegen, mit ihrem Tun viel Geld zu verdienen.

Das Prinzip hinter dem Trading ist, Back-Wetten mit Quoten zu spielen, die höher sind als die, die für eine Lay-Wette angeboten werden. Die Strategie beinhaltet folgende Aspekte: billig kaufen, teuer verkaufen, aber ebenso die entgegengesetzten Variante – Lay-Wetten mit geringen Quoten und Back-Wetten mit hohen Quoten zu spielen. „Backen“ ist dabei darauf zu wetten, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt; „Layen“ bedeutet, dagegenzuhalten und darauf zu setzen, dass es nicht geschieht. Dieses Denken ist zwar etabliert, aber ein konkretes Beispiel wird für das Verständnis hilfreich sein.

Golf-Turniere bieten gute Möglichkeiten für das Trading, da es über vier Tage und vier Runden oft zu Schwankungen im Spielstand kommt. Ein favorisierter Spieler könnte beispielsweise schlecht in den Wettbewerb starten, sodass er von dem für ihn prognostizierten Ergebnis abweicht. „Layer“ könnten dann eine Art Konter-Wette mit einer Quote spielen, die die der vorherigen überschreitet, und so einen Profit garantieren. Ein Außenseiter könnte eine schwache erste Runde verbuchen, sodass die Quote sinkt. „Backer“ könnten dann eine Konter-Wette platzieren – mit schwächeren als den Startquoten – und sich so unabhängig vom Ausgang einen Gewinn sichern.

Trader versuchen sich eine risikofreie Position aufzubauen, indem sie ihre Wetten so platzieren, dass ihnen ein Profit sicher ist. Bei Betfair gibt es ein Tool, das ein positives Szenario mit grünen Figuren kennzeichnet, das negative Pendant entsprechend mit roten. Trader versuchen die roten Zahlen zu minimieren und sich so aufzustellen, dass ihr Gewinn unabhängig von den Ergebnissen ist. Das Ereignis muss zu ihren Gunsten ablaufen, immer unter Berücksichtigung der Spielstände, damit ihr Ziel erreichbar bleibt.

Diese Strategie ist ziemlich riskant, denn es kann immer passieren, dass die Trader Dinge falsch einschätzen und sich die Quoten gegen sie entwickeln. Betfair bietet seinen Kunden viele Möglichkeiten zu traden, allerdings bedeutet eine ungenaue Bewertung der Entwicklung eines Sportereignisses, dass ein Profit unter Umständen verwehrt bleibt. In solchen Fällen muss ein Trader entscheiden, ob es sich lohnt die Wette weiter zu verfolgen oder er doch lieber aussteigen sollte.

Eine andere Taktik ist die, zu antizipieren, wie sich ein Markt in Zukunft entwickeln könnte und anhand dessen eine risikofreie Strategie zu entwickeln. Das Prinzip von Back- und Lay-Wetten bezieht viele Spieler ein und sorgt für eine große Konkurrenzsituation zwischen ihnen. Peer-to-Peer Wetten funktionieren nach der Logik, dass es bei einem Sieg des einen auch immer einen Verlierer geben muss. Sind mehr Backer als Layer im Spiel, sinkt die Quote, bei umgekehrter Verteilung, steigt die Quote. Wettbörsen bieten ein perfektes Maß an Konkurrenz und gute Trader haben ein Auge dafür, von den Veränderungen und Schwankungen zu profitieren.

Ein Trader wird versuchen, viele risikofreie Transaktionen zu spielen, um sich ein gewisses Guthaben aufzubauen. Moderate Gewinne häufen sich und es gibt zahlreiche Chancen, auf Sportereignisse zu wetten. Um erfolgreich traden zu können, braucht es einen speziellen Computer und eine schnelle Internetverbindung. Die Märkte der verschiedenen Sportarten können sich sehr schnell ändern, sodass es immer wieder Trader gibt, die aus Zeitverzögerungen oder langsamen Verbindungen Vorteile ziehen wollen. Niemand möchte einen Abschluss durch einen Fehler beim Equipment verpassen, denn solche negativen Erlebnisse können auf folgenden Entscheidungen abfärben.

Ein wichtiger Aspekt des Tradings ist es, Preisunterschiede zu identifizieren und sie auszunutzen (Arbitrage). Sie treten auf, wenn es aus verschiedenen Quellen unterschiedliche Quoten zu ein und demselben Ereignis geben. Auf Sportwetten bezogen bedeutet das, dass es möglich ist, eine Back-Wette auf ein Team zu Quoten abzuschließen, die die der Lay-Wette übersteigen. Konter-Wetten sollten dabei direkt ergänzt werden, schließlich bietet sich Arbitrage immer nur in kleinen Zeitfenstern.

Um diese Chancen zu nutzen, bieten sich sowohl Buchmacher als auch Wettbörsen an. Die Unterschiede sind vielleicht nur marginal und der Vorteil hebt sich durch das Gewicht des Geldes schnell wieder auf. Die Wetten zur Absicherung müssen dabei immer zeitnah abgeschlossen werden, weil eine Seite der Transaktion eventuell nicht mit dem Quotenvorteil möglich ist und die Marktkräfte die Lücke schnell schließen. Es gibt auch Arbitrage zwischen verschiedenen Märkten und umsichtiges Wetten wird eine risikofreie Situation schaffen. Trotzdem ist diese Art des Wettens nur mit schnellen Entscheidungen und einer professionellen Ausstattung möglich.

Professionelle Spieler

Das Wetten zieht eine Menge Experten an, besonders bei Pferdewetten. In Großbritannien gibt es sogar Zeitungen, die sich nur mit dem Thema beschäftigen und täglich über Tipps der erfolgreichen Spieler berichten. Diese Informationen werden streng geprüft, sodass sie als hilfreiche und vertrauensvolle Hilfestellung dienen

können. Einige der Profis deuten auch immer wieder Geheimtipps an, unter ihnen sind oft auch ehemalige Jockeys.

Es gibt einen großen Markt für Listen mit Kontaktinformationen von solchen Spielern, die mit ihren Tipps erfolgreich sind. Interessierte, die auch an dem Wissen der Experten teilhaben wollen, können diese Listen erwerben und so auf die eine oder andere Einschätzung des Experten hoffen. Persönlichen Daten sind eine wertvolle Ware, besonders wenn es um ein so emotionales Geschäft wie das Wetten geht. Die Profis wissen ihre Insider-Informationen bzw. ihr Fachwissen gut zu verkaufen, einige von ihnen pflegen einen durchaus gehobenen Lebensstil.

Durch den Aufstieg des Internets gibt es mittlerweile auch online viele solcher Gemeinschaften, die ihre Tipps feilbieten. Einige sind kostenfrei, doch der Großteil verlangt einen Monatsbeitrag von seinen Kunden und gewährt erst dann Zugang zu dem Expertenwissen. Das Problem im Internet ist, dass die Anbieter nicht kontrolliert werden, sodass viele ungeprüfte „Profis“ ihre Dienste anbieten. Um dem entgegenzuwirken, haben sich einige unabhängige Netzwerke gebildet, die über die Qualität und Rechtmäßigkeit der Anbieter informieren.

So hat das Internet auf seine Weise ein kontrolliertes Umfeld geschaffen. Jetzt ist es einfacher die vertrauenswürdigen von den weniger seriösen Experten zu unterscheiden.

Money Management

Einer der Hauptaspekte des Wettens ist das Money Management und eine genaue Dokumentation der Wetthistorie. Wetten sollte Spaß machen und ist in der heutigen Zeit schon wesentlich sozialer geworden. Es bedarf auch nur einer kleinen Investition an Zeit, um die Einsätze zu kontrollieren und die Wetten aufzuzeichnen. Es ist üblich, Verluste zu unterschätzen und Gewinne zu überhöhen. Die Leistung und die eingesetzten Beträge im Auge zu behalten, kann sich entwickelnde Probleme vorbeugen. Niemand möchte
durchweg verlieren, sodass es sich lohnt, das Geld und den Ertrag im Blick zu behalten.

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Die Spieler, die in der Freizeit und zum Spaß Wetten abschließen, setzen lediglich Geld ein, deren Verlust sie auch verkraften können. Wetten ist für sie ein Hobby und es kostet sie nur eine Einzahlung beim Buchmacher. Trotzdem ist das Wetten ein einzigartiger Zeitvertreib, der dafür sorgen kann, dass am Ende mehr Geld auf dem Konto ist als vorher. Nur um die 2 % der Spieler im Bereich Sportwetten gewinnen beständig. Das bedeutet, dass rund 98 % derjenigen, die Wetten platzieren, mehr Mittel investieren, als sie später wieder herausbekommen. Für viele wird das nicht zum Problem werden, aber zu wissen, welche Wetten gut und welche schlecht sind, wird die Verluste minimieren.

Es existieren Probleme, die aus dem Wetten entstehen, aber die großen Unternehmen stehen diesen mittlerweile wesentlich aufgeschlossener und verantwortungsbewusster gegenüber. Wetten kann süchtig machen, aber es gibt viele Organisationen, die effektiv Hilfe leisten können. In Großbritannien gab es große Vorbehalte gegenüber dem Wetten an sich, sodass die Firmen der Branche zum Handeln gezwungen waren. Eine Gruppe der wichtigsten Unternehmen hat sich zusammengetan und ein Gremium entwickelt, um den Problemen des Wettens entgegenzutreten. In Fernsehen und Presse werden die möglichen Risiken deutlicher hervorgehoben und auch von den Anbietern ernster genommen.

Einige Spieler arbeiten mit dem Prinzip eines festen Einsatzes, der sich weder bei Gewinnen noch bei Verlusten ändert. So setzt jemand beispielsweise an jedem Wochenende einen fixen Betrag von 10 € auf ein Fußballspiel und bleibt dieser Summe treu – unabhängig vom dem Ausgang der Wetten. Diese Methodik maximiert nicht den Ertrag eines guten Laufs und minimiert ebenso wenig die Folgen einer schlechten Phase.

Es liegt in der menschlichen Natur, dass man an einer Erfolgsserie wachsen und dementsprechend vielleicht mehr Geld einsetzen möchte. Dies ist der Punkt, an dem ein Spieler am verwundbarsten ist. Wir sind rücksichtsloser, wenn wir mit dem Geld des Buchmachers spielen. Diese Einstellung hat die Strategie des angepassten Einsatzes zutage gefördert. Nach diesem System investiert der Spieler bei jeder Wette beispielsweise % seines Guthabens. Wenn sich der Erfolg einstellt und der Kontostand wächst, wird mit derselben Rate auch der Einsatz erhöht. Andersrum nimmt der eingesetzte Betrag bei Verlusten ab. So bildet das System ein sicheres Netz, um Verluste aufzufangen und Erfolgsserien auszubauen.

Die Mathematik, die hinter solchen Systemen mit prozentualen Anteilen steht. Wenn der Einsatz bei 10 % liegen soll und das Guthaben 100 € beträgt, werden 10 € fällig. Eine Wette mit einem 90 €-Guthaben hat die Höhe von 9 €, die bei einem 110 €-Guthaben 11 €. Diese Methode erfordert ein gewisses an Maß an Aufzeichnungen, um die Entwicklung des Kontostands im Blick zu behalten. Diese können entweder nach Sportart, Typ einer Wette oder verschiedenen Einsatzstrategien festgehalten werden. Große und seltenere Wetten auf niedrige Quoten können auf manche Systeme besser passen als kleine, höher frequentierte Einsätze auf hohe Quoten.

Quotenvergleich

Buchmacher konkurrieren in vielen Aspekten, aber vor allem in Sachen Quoten, wie Geschäfte an einer Hauptstraße. Diejenigen Mitarbeiter, die die Quoten festlegen, ordnen eventuell manche Werte anders ein als ihre Konkurrenten, sodass sich das in den Quoten niederschlägt. Aber wenn alle Buchmacher die exakt gleichen Quoten anbieten würden, wäre es langweilig. Jeder mag es, ein Schnäppchen zu machen und zu glauben, er hätte einen wirklich guten Griff getan. Die Informationen, mit denen Spieler arbeiten, müssen genau und aktuell sein, damit sie schnell auf Quotenverschiebungen reagieren können.

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In die Quoten der Buchmacher sind immer auch Margen eingebaut, die von 1 % bis zu 50 % reichen können. Diese Werte sind theoretisch gleichzusetzen mit einem Gewinn von 1 € bei einem Einsatz von 100 € bzw. von 50 € bei einem Einsatz von 100 €. Praktisch lässt sich das nur schwer bestätigen, da die Buchmacher in der Regel so gut ausbalanciert sind, dass sie unabhängig vom Ausgang eines Ereignisses gewinnen. Die meisten Anbieter schwanken auf einer Gewinnspanne zwischen den unterschiedlichen Möglichkeiten eines Ausgangs. Sollten alle Deutschen darauf wetten, dass Deutschland bei der nächsten WM Weltmeister wird, würde der Buchmacher verlieren, unabhängig von seiner Marge.

Ein Kunde ist gleichzeitig wegen der Margen der Buchmacher in einem Nachteil. Dann hat es Priorität, selbst einen Vorteil zu finden, sei es eine falsche Quote oder die Unachtsamkeit eines Anbieters, der hohe Einsätze zulässt, bevor er die Quoten angepasst hat. Der Quotenvergleich ist dabei die beste Waffe, die es gibt, um den Buchmacher zu überlisten. Einige Spieler lassen sich einzig vom Markt treiben und wetten deshalb immer nur mit den besten verfügbaren Quoten. Das Internet hat diesen Spielern zusätzlich Auftrieb gegeben, da es online viele Portale gibt, die Quoten vergleichen und die Diskrepanzen herausstellen. Freiwetten und andere Bonusangebote können kurzzeitig Loyalität erzeugen, aber die meisten Menschen wetten mit der besten Quote.

Fazit

Wetten ist ein jahrhundertealter Zeitvertreib, der aufgrund der menschlichen Natur immer gedeihen wird. Das Internet und die mobile Technologie haben die Art und Weise verändert, wie wir heutzutage wetten, aber die Grundprinzipien sind die gleichen geblieben. Beim Wetten geht es darum, Geld einzusetzen, um dadurch noch mehr zu gewinnen – das ist auch auf dem schnellsten Computer und dem modernsten Smartphone so. Das Umdrehen einer Karte und das Werfen eines Würfels werden auch im Internet nachgebildet. Die Beziehung zwischen Risiko und Ertrag basiert auf der Wahrscheinlichkeit und den angebotenen Wetten.

Die neuen Technologien haben die Wettmöglichkeiten ausgeweitet und den Zugang zu Informationen erleichtert. Es stimmt, dass es die Kunden noch nie so gut hatten, denn die Märkte sind heute so wettbewerbsfähig wie nie zuvor. Portale im Internet, die die unterschiedlichen Wettquoten vergleichen, machen es den Spielern möglich, sich die Rosinen herauszupicken und mit den besten Quoten zu wetten. Die heutige Technik hat außerdem dazu geführt, dass es effektivere und mehr zeitlich relevante Quotenänderungen gibt. Die Menschen, die wetten wollen, haben jetzt Zugang zu einer riesigen Menge an freien Informationen, die dazu genutzt werden, um noch durchdachtere Entscheidungen zu treffen.

Der Kampf zwischen Spieler und Buchmacher existiert weiterhin. In allen Bereichen hat der Anbieter einen finanziellen Vorteil, mit dem er die Infrastruktur bereitstellt und seine Profite macht. Trotzdem haben die Trends in der (mobilen) Computertechnologie viele Dinge zu Gunsten des Kunden beeinflusst. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Buchmacher versuchen werden, die Balance wieder zu ihrem Vorteil zu kippen und dieser Wettstreit niemals enden wird.