18+ | Teilnahmebedingungen beachten

Sportwetten-Glossar

A

Against the Spread
Ante-Post-Wetten
Arbitrage
Asian Handicap
Außenseiter (engl. Dog oder Underdog)

B

Back-Wette
Bank
Bonus
Bonuscode
Buchmacher (auch: Wettanbieter)

C

Canadian Line
Chalk
Clean Sheet (Zu-Null-Wetten)

D

Doppelte Chance
Drei-Weg-Wette (auch: Hauptwette, engl. Match Bet)

E

Edge (deutsch auch: Vorsprung)
Einsatz (engl. Stake)
Erster Torschütze
Europäisches Handicap
Even Money

F

Feste Quoten

G

Genaues Ergebnis/Torwette (engl. Correct Score)
Gerade/Ungerade (engl. Odd/Even)
Grand Salami
Guthaben (engl. Bankroll)

H

Halbzeit/Endstand
Hedging (dt. Versichern)

J

Juice

K

Kombiwette (manchmal auch: Kumulativwette oder Akkumulator)

L

Lay
Leerwette (engl. Void Bet)
Linie (engl. Line)
Lock

M

Money Line

N

Non-Starter (dt. auch: Nichtstarter)

O

Over/Under (dt. auch: Über/Unter)

P

Parlay
Period Betting (dt. auch: Spielabschnittswette)
Pool-Wetten
Punktedifferenz (engl. Points Spread)

Q

Quoten (engl. Odds)

R

Resultatwette

S

Scorecast
Siegwette
Sieg-/Platz-Wette (engl. Each Way)
Spielsucht
Spread
Square
Steam

T

Totes Rennen (engl. Dead Heat)
Trixie

U

Unentschieden/Gleichstand

V

Value Bet
Verwarnungspunkte (engl. Booking Points)
Vigorish

W

Wettbörse
Wetter (engl. Punter, Bettor, Gambler)
Wise Guy

Z

Zukunftswette (engl. Future Bet)
Zwei-Weg-Wette (engl. Draw No Bet, Abk. DNB)

A

Against the Spread

So wird ein Ergebnis genannt, bei welchem es der Favorit nicht schafft, mit einem größeren Vorsprung als dem Handicap zu gewinnen. Wenn zwei Mannschaften in einem Spiel als nicht gleich gut eingeschätzt werden, geben Wettanbieter dem schwächeren Team häufig einen Vorsprung, um Wetten auf beide Teams zu generieren. Dieses Handicap kann sich entweder gegen den Favoriten richten oder vorteilhaft für den Außenseiter auswirken. Wenn der Favorit schließlich mit einer geringeren Differenz als dem angegebenen Handicap gewinnt, spricht man davon, dass das Spiel „against the spread“ ausgegangen ist.

Ante-Post-Wetten

Bei Ante-Post-Wetten wettet man auf ein Ereignis, das in der Zukunft liegt und dessen genauen Verlauf man meistens noch nicht kennt. Manchmal stehen auch noch nicht alle Teilnehmer fest. Der Begriff stammt von der Startmarke (engl. Post) bei Pferderennen, wird heutzutage aber auf alle Sportarten angewandt. Neben Pferderennen sind Wetten auf einen Turniersieger typische Beispiele für Ante-Post-Wetten. Sie müssen gesetzt werden, bevor das Rennen bzw. das Turnier beginnt. Je vollständiger das Wettbewerbsfeld feststeht, desto attraktiver sind Ante-Post-Wetten. Die Quoten sind oft Fluktuationen ausgesetzt, wenn sich Umstände ändern oder Buchmacher auf das Wettverhalten der Kunden reagieren.

Arbitrage

Als Arbitrage bezeichnet man die Ausnutzung von Preisunterschieden in verschiedenen Märkten mit dem Ziel, dadurch seinen Gewinn zu maximieren. Um das Ungleichgewicht ausnutzen zu können, müssen gleichzeitig gegensätzliche Wetten in verschiedenen Märkten gesetzt werden. Dabei sollte es dem Wetter plausibel erscheinen, auf das Ergebnis mit der höheren Quote zu setzen, gleichzeitig setzt er aber auch auf die gegenteilige Wette zu einer niedrigeren Quote. Im Idealfall ist der jeweilige Gewinn höher als die Summe der beiden Einsätze. Es ist wichtig, dass die Wetten gleichzeitig gesetzt werden, da Arbitrage-Situationen meistens schnell wieder korrigiert werden.

Asian Handicap

Eine bestimmte Art von Handicap-Wetten, die vor allem bei Fußballwetten angewandt werden und ihren Ursprung vor allem in Asien haben. Der Vorteil dieser Wetten besteht darin, dass die Handicaps derart gestaltet sind, dass es kein Unentschieden geben kann. Das geschieht etwa, indem einem Team ein Handicap von einem halben Tor angerechnet wird. Meistens wird dem Favoriten ein Handicap angelastet, was einer Führung des Außenseiters gleichkommt. Leerwetten können nur entstehen, wenn ein ausgeglichenes Handicap angesetzt wird. Es gibt nun nur zwei Optionen: Auf den Favoriten oder auf den Außenseiter zu setzen. Man kann sowohl den ganzen Einsatz auf eine Mannschaft setzen, als auch auf beide Mannschaften jeweils die Hälfte, wodurch aber eine Hälfte sicher verloren geht.

Außenseiter (engl. Dog oder Underdog)

Der als schwächer angesehene Kontrahent in einer Zwei-Optionen-Wette. In den meisten Kopf-an-Kopf-Wettmärkten, in denen es nur zwei mögliche Ergebnisse gibt, gibt es einen Favoriten und einen Außenseiter. In solchen Fällen wird dem Außenseiter oft ein Vorsprung gewährt oder dem Favoriten ein Handicap angelastet, um Einsätze auf beide Kontrahenten zu generieren.

B

Back-Wette

Eine Wette, bei der der Spieler Geld auf das von ihm erwartete Ergebnis setzt und verliert, wenn dieses nicht eintritt. Der Ertrag der Wette wird von der einfachen Beziehung zwischen Quote und Einsatz bestimmt, die miteinander multipliziert werden. Eine Wette für 10€ und einer Quote von 2,00 bringt einen Erlös von 20€, der je zur Hälfte aus dem Einsatz und dem Gewinn besteht. Ein Spieler, der eine Back-Wette eingeht, wird backer genannt. Derjenige, der die Back-Wette annimmt, wird layer genannt. Das traditionelle Geschäftsmodell von Wettanbietern besteht daraus, Wetten anzunehmen, bei denen ein Spieler als backer einer Mannschaft auftritt.

Bank

Als Bank wird ein Tipp innerhalb einer Kombi-, Kumulativ- oder Systemwetter bezeichnet, den der Spieler für absolut sicher hält. Bei Pferderennen könnte dies zum Beispiel ein niedrig quotierter Favorit oder bei Fußballwetten ein Team sein, das als haushoch überlegen angesehen wird. Ein Tipp als Bank zu wählen, erhöht den möglichen Gewinn, ist allerdings auch ein Risiko. Denn falls die Bank falsch ist, ist die ganze Wette verloren. Da Banken nie absolute Sicherheiten darstellen und im Sport alles passieren kann, nehmen Wettanbieter gerne Wetten mit Banken an.

Bonus

Ein Angebot eines Buchmachers, durch welches der Kunde eine Leistung erhält, die über die normal angebotenen Quoten hinausgeht. Meistens handelt es sich dabei um Gratiswetten, die vor allem Neukunden, manchmal aber auch Bestandskunden angeboten werden. Oft, wenn auch nicht immer, erhält der Kunde zu diesem Zweck einen Einzahlungsbonus. Boni haben meistens das Ziel, in einem hart umkämpften Markt neue Kunden anzulocken.

Bonuscode

Ein Code, den man eingeben muss, um einen angebotenen Bonus nutzen zu können. Oft ist dies beim Öffnen eines neuen Accounts gefragt, manchmal aber auch bei einem schon bestehenden Account. Der Bonuscode informiert den Buchmacher darüber, wozu der Spieler aufgrund des Bonus berechtigt ist und stellt gleichzeitig sicher, dass der Spieler jeden Bonus nur einmal nutzen kann.

Buchmacher (auch: Wettanbieter)

Ein Individuum oder ein Unternehmen, das Wetten von Kunden annimmt. Buchmacher können an Rennbahnen, in Wettbüros, über telefonische Abbuchungen, Kreditkonten oder online agieren. Ein Buchmacher verdient dadurch Geld, dass er eine Gewinnmarge zu den Quoten für ein Event hinzurechnet. Die Herausforderung besteht darin, Einsätze auszubalancieren und unabhängig vom Ausgang des Events Geld zu gewinnen. Wenn eine Wette nicht genug ausbalanciert ist, kann es für den Buchmacher zu einem Verlust kommen, langfristig gesehen arbeitet jedoch die Mathematik für den Buchmacher und er sollte Gewinn erzielen.

C

Canadian Line

Ein Handicap, welches dem Außenseiter einen Vorsprung einräumt. Eishockey ist die kanadische Nationalsportart, also kommt die Canadian Line vor allem bei Eishockeywetten zum Einsatz. Andere Handicap-Wetten verändern den Vorsprung abhängig von den Einsätzen. Die Canadian Line hingegen arbeitet immer mit einem Handicap von 1,5 Toren. Das heißt, anstatt des Vorsprungs fluktuieren die Quoten, um die Einsätze auszubalancieren. Spieler können also entweder darauf setzen, dass das favorisierte Team mit mindestens zwei Toren gewinnt oder dass der Außenseiter mit höchstens einem Tor verliert.

Chalk

Anderer Begriff für den Favoriten in einer Wette, der naturgemäß die geringste Quote hat. Davon abgeleitet ist ein Chalk-Spieler ein Wetter, der immer auf den Favoriten setzt. Einige Spieler setzten unüberlegt immer auf den Favoriten, ohne auf die Quote oder andere Möglichkeiten zu achten. Bei Pferderennen in Großbritannien gewinnen beispielsweise nur 30% der Chalk-Wetten, woran man sieht, dass diese Strategie mit Vorsicht zu genießen ist.

Clean Sheet (Zu-Null-Wetten)

Wenn ein Fußballteam kein Tor kassiert, also zu null spielt, spricht man von einem Clean Sheet. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Team selbst Tor geschossen hat oder nicht. Es zählt nur die Defensivleistung des Teams.

D

Doppelte Chance

Eine Fußballwette, die zwei der drei üblichen Wettoptionen von Drei-Weg-Wetten kombiniert. Damit hat der Spieler zwei Gewinnchancen, nämlich entweder 1X, 2X oder 12. Die Quoten ergeben sich aus der normalen 1X2-Wette des Spiels und sind naturgemäß niedriger, da man bei zwei von drei möglichen Resultaten gewinnt.

Drei-Weg-Wette (auch: Hauptwette, engl. Match Bet)

Eine Wette, die die drei möglichen Ergebnisse eines Spiels abdeckt, in dem zwei Mannschaften gewinnen können oder es ein Remis geben kann. Sie kommt vor allem bei Fußballwetten zum Einsatz und ist die populärste und einfachste Form des Fußballwettens. Sie ist auch bekannt als 1X2-, Sieg-Remis-Sieg- oder Heim-Remis-Auswärts-Wette. Drei-Weg-Wetten werden zu Kombi- und Systemwetten kombiniert, wobei die Quoten multipliziert werden und immer mehr als ein Tipp richtig sein muss, um einen Gewinn einzufahren. Das häufigste Ergebnis in einer Drei-Weg-Wette ist ein Heimsieg.

E

Edge (deutsch auch: Vorsprung)

Ein Vorteil in einem Wettmarkt, der entweder aufseiten des Wetters oder des Buchmachers liegt. Einer Quote ist immer ein Edge in Form von Wettmargen in die Preise geschrieben, sodass der Buchmacher auf lange Sicht gewinnt. Spieler sind immer auch der Suche nach einem Edge, also nach einer Quote, bei der sie das Gefühl haben, dass sie falsch ist. Dieser Edge kann zum Beispiel auf Informationen beruhen, die der Wettanbieter nicht kennt, sodass der Spieler einen Vorteil hat.

Einsatz (engl. Stake)

Die Menge an Geld, die auf eine Wette gesetzt wird. Bei vielen Buchmachern gibt es abhängig von der Sportart und der Wichtigkeit eines Wettbewerbs Minimal- oder Maximaleinsätze. Undurchsichtige Ansetzungen haben zum Beispiel oft niedrige Maximaleinsätze. Der Ertrag einer gewonnen Wette ergibt sich immer aus der Multiplikation des Einsatzes mit der Quote. Der Einsatz ist immer Bestandteil des Ertrages. Wenn eine Wette verliert, behält der Buchmacher den Einsatz. Einsatzstrategien können entweder auf gleichbleibenden Einsätzen oder angepassten Einsätzen basieren, wenn man auf eine Gewinn- oder Verlustserie reagieren möchte.

Erster Torschütze

Eine Wette, bei der man auf den ersten Spieler wettet, der ein Tor schießt bzw. punktet. Sie ist vor allem bei Fußballspielen, aber zum Beispiel auch beim Rugby oder American Football üblich. Es gibt auch Variationen, wie zum Beispiel auf den ersten punktenden Spieler eines bestimmten Teams oder den ersten punktenden Spieler in der zweiten Halbzeit zu tippen. Bei Livewetten kann üblicherweise auf den nächsten Torschützen gewettet werden. Ebenso ist es dort auch möglich zu wetten, dass kein Spieler punktet. Da bei dieser Wette viele verschieden Variablen eine Rolle spielen, bieten Buchmacher diese Wette sehr gerne an und verstecken hinter augenscheinlich guten Quoten oft hohe Profitraten.

Europäisches Handicap

Eine Handicap-Wette, in der es drei potentielle Ergebnisse eines (Fußball-)Spiels gibt. Das Resultat des Spiels wird mit dem Handicap verrechnet, um auf das Ergebnis der Handicap-Wette zu kommen. Das favorisierte Team gewinnt die Wette, wenn es das Spiel mit einem Abstand gewinnt, der höher als das Handicap ist. Der Außenseiter gewinnt die Wette, wenn er mit einem Abstand verliert, der geringer ist als das Handicap. Wenn der Favorit genau mit dem Abstand des Handicaps gewinnt, gewinnt die Unentschieden- bzw. X-Wette.

Even Money

Von Even Money spricht man, wenn die Gewinn- und Verlustchancen eines Tipps als gleich hoch angesehen werden. Spielt man eine solche Wette erfolgreich, beträgt der Gewinn genau das Doppelte des Einsatzes. In der europäischen Schreibweise entspricht Even Money der Quote 2.00. Wenn man also erfolgreich 10€ setzt, erhält man 20€ zurück – je zur Hälfte Einsatz und Gewinn. In einem Markt mit Even Money werden die beiden möglichen Resultate dennoch meistens etwas geringere Quoten als 2.00 haben, damit der Buchmacher einen sicheren Gewinn einfahren kann.

F

Feste Quoten

Eine bestimmte Art von Wettmarkt, in welchem die Quoten festgelegt sind und sich nicht verändern. Feste Quoten kommen beispielsweise auf physischen Wettscheinen in Wettbüros vor, da die Wettscheine einige Tage vor dem Spieltag gedruckt werden müssen. Wettanbieter legen die Preise so fest, dass die mathematischen Gegebenheiten immer auf ihrer Seite sind. Feste Quoten stellen somit die vom Anbieter angenommenen Wahrscheinlichkeiten der Optionen dar.

G

Genaues Ergebnis/Torwette (engl. Correct Score)

Hauptsächlich eine beim Fußball vorkommende Wette, bei der der Wetter versucht, das genaue Resultat des Spiels vorherzusagen. Torwetten sind relativ beliebt, weil die Quoten attraktiv sind und Wetter für einen kleinen Einsatz relativ viel Gewinn machen können. Jedoch mögen auch Wettanbieter Torwetten, da vielfältige Variablen den genauen Ausgang des Spiels beeinflussen und es sehr viele mögliche Resultate gibt. Mannschaften, die komfortabel führen, könnten zum Beispiel einen Gang herunterschalten und mit einem späten Gegentor noch den ganzen Tipp zerstören. Es gibt auch Wetten auf das genaue Ergebnis, bei denen man auf das Halbzeitergebnis eines Spiels setzt.

Gerade/Ungerade (engl. Odd/Even)

Eine Wette, bei der der Wetter versucht vorherzusagen, ob die Gesamtzahl an Punkten bzw. Toren in einem Sportereignis eine gerade oder ungerade Zahl sein wird. Alle Sportarten haben Punktesysteme, die in Zahlen ausgedrückt werden, also können diese auch immer gerade oder ungerade sein. Diese Wette ist im Prinzip wie ein Roulette-Spiel, bei dem man auf Rot oder Schwarz setzt, da es nicht möglich ist, das Ergebnis logisch vorherzusagen. Spiele, in denen keine Punkte bzw. Tore erzielt werden, in denen die Gesamtzahl an Punkten also Null beträgt, werden für diese Wetten als gerade bewertet.

Grand Salami

Eine Baseballwette auf die Anzahl an Punkten, die in allen Partien an einem Tag erzielt werden. Wenn Spieler denken, dass die Anzahl an Punkten den vom Buchmacher angenommenen Wert überschreiten wird, wetten sie over. Wenn sie vom Gegenteil ausgehen, wetten sie under. Die Trennlinie liegt meist zwischen zwei ganzen Zahlen, um ein Unentschieden oder eine Leerwette zu verhindern. Generell ist eine Grand-Salami-Wette umso schwieriger, je mehr Spiele an einem Tag stattfinden.

Guthaben (engl. Bankroll)

Die finanziellen Mittel, die einem Spieler für Wetten zur Verfügung stehen oder die er für eine bestimmt Wettstrategie einsetzen kann. Das Guthaben steigert sich bei erfolgreichen Wetten und vermindert sich nach verlorenen Wetten. Es kann beliebig auf verschiedene Sportarten oder Märkte aufgeteilt werden. In manchen Fällen wird das Guthaben eines Spielers von einer anderen Person finanziert, die dann durch eine Gewinnbeteiligung von erfolgreichen Wetten profitiert.

H

Halbzeit/Endstand

Eine Fußball-Doppel-Wette, bei der man sowohl das Halbzeit- als auch das Endergebnis eines Spiels tippt. Um die Wette zu gewinnen, müssen beide Elemente richtig getippt werden. Da es am Ende beider Halbzeiten jeweils drei mögliche Ergebnisse gibt, existieren für die Wette insgesamt neun verschiedene Optionen. Der Favorit für das ganze Spiel wird normalerweise auch der Favorit auf die Halbzeitführung sein.

Hedging (dt. Versichern)

Eine Methode, mit der eine Gewinnwette garantiert wird, indem man eine Versicherung auf eine Option abschließt, die nicht eintreten soll. Hedging wird vor allem angewandt, wenn die meisten Tipps einer Kombi- oder Systemwette bereits richtig sind. Ein Spieler kann dann bei den noch ausstehenden Tipps der Wette jeweils auf alle möglichen Ergebnisse setzten. Dadurch reduziert sich natürlich der potentielle Gesamtgewinn, da die ersten Tipps der Wette aber schon korrekt sind, ist dem Spieler ein bestimmter Ertrag sicher. Eine Wette zu versichern bedeutet also, bei einem Spiel auf die entgegengesetzten Optionen zu setzen, um einen Gewinn zu sichern oder Verluste zu minimieren.

J

Juice

Ein Begriff, der vor allem bei Wetten auf US-Sport angewandt wird und die Gewinnmarge des Buchmachers beschreibt, die in die Quoten eingeschrieben ist. Der Begriff kann auch benutzt werden, wenn ein Spieler glaubt, dass die Quoten zu hoch für eine bestimmte Wettoption sind. Der Juice entspricht der Provision des Buchmachers dafür, eine Wette anzubieten und wird oft auch als vig oder vigorish bezeichnet.

K

Kombiwette (manchmal auch: Kumulativwette oder Akkumulator)

Eine Kombiwette besteht aus einer kombinierten Auswahl an Tipps, die alle erfolgreich sein müssen, damit die Wette gewinnt. Ab einer Anzahl von mindestens vier Tipps spricht man manchmal von einer Kumulativwette, die sich von Zweifach- und Dreifachwetten (auch: Zweier-Kombi und Dreier-Kombi) unterscheidet. Alle Quoten der gewählten Tipps werden miteinander multipliziert und ergeben so die Gesamtquote der Kombiwette. Wenn allerdings einer der Tipps falsch ist, ist die ganze Wette verloren. Kombiwetten eignen sich für Wetter, die nur wenig setzen möchten, da man mit einem kleinen Einsatz vergleichsweise hohe Summen gewinnen kann.

L

Lay

Der Begriff dafür, eine Wette anzunehmen, meistens im Rahmen einer Austauschwette bei Wettbörsen. Das Austauschmodell basiert auf unmittelbarem Wetten zwischen zwei opponierenden Spielern, von denen einer auf eine Option setzen (backen) und der andere diese Wette annehmen (layen) möchte. Buchmacher werden generell als Layer bezeichnet, da sie Wetten annehmen. Bei Wettbörsen nimmt somit einer der Spieler die Position des Buchmachers ein. Wenn Buchmacher gegen ihren eigenen Lay setzen, um ihre Verpflichtungen gegenüber den Kunden zu reduzieren, spricht man von einem Lay Off. Dies tun sie oft bei anderen Buchmachern, um Auszahlungen auf eine bestimmte Option zu reduzieren.

Leerwette (engl. Void Bet)

Eine Wette, bei der man den Einsatz wieder ausbezahlt bekommt, weil aufgrund bestimmter Umstände kein Gewinner oder Verlierer ausgemacht werden kann. Leerwetten kommen häufig bei Handicap-Wetten vor, wenn die Handicaps oder Punktedifferenzen in ganzen Zahlen ausgedrückt sind. Oft werden auch Zwei-Weg-Wetten auf Fußballspiele angeboten, die standardmäßig zur Leerwette werden, wenn das Spiel unentschieden ausgeht (Zwei-Weg-Wette bzw. Draw No Bet). Buchmacher setzen oft fest, dass sie eine Wette zur Leerwette erklären können, wenn sie bei den Quoten einen Fehler gemacht haben. Der Einsatz wird dann zurückerstattet, auch wenn man die Wette eigentlich verloren hat. Auch durch unvorhergesehene Ereignisse, die zur Absage eines Spiels führen, können Wetten zu Leerwetten werden. Unter bestimmten Umständen können auch Gewinnwetten zu Leerwetten erklärt werden.

Linie (engl. Line)

Die Linie ist ein Begriff, der vor allem bei den US-Sportarten verwendet wird und den Wert darstellt, der für Über-/Unter-Wetten (Over/Under) ausschlaggebend ist. Die Linie ist normalerweise eine halbe Zahl, um Leerwetten und Unentschieden zu vermeiden. Auf amerikanischen Wettmärkten ändert sich statt der Quoten oft die Linie, um auf veränderte Umstände oder Zwischenstände zu reagieren. Die sogenannte Vegas-Linie kommt als erste auf den Markt und ist die Basis für den Wettmarkt bis zum Spieltag.

Lock

Ein Lock beschreibt eine Wette, die in den Augen des Spielers nicht verlieren kann, ähnlich wie eine Bank. Der Begriff kommt vor allem im US-Sport vor. Aber natürlich können Locks, genauso wie Banken, auch verlieren. Dies geschieht dann meist zu sehr niedrigen Quoten, weshalb Buchmacher auch gerne Locks annehmen. Es gibt keine Sieggarantien bei Sportwetten und auch am die niedrigsten quotierten Lock-Wetten verlieren hin und wieder.

M

Money Line

Eine Wette, die im US-Sport vorkommt und das Äquivalent zur europäischen Drei-Weg-Wette ist. Man wettet auf das Ergebnis eines Spiels, ohne dass es ein Handicap gibt. Die unterschiedlich eingeschätzten Stärken der Teams schlagen sich in den Quoten nieder. Das häufigste Ergebnis einer Money Line ist ein Sieg des Favoriten. Bei US-Sportwetten zählt auch die Verlängerung und amerikanischen Wettern gefällt das Konzept, auf Remis tippen zu können, nicht. Deshalb sind Money-Line-Wetten fast ausschließlich Zwei-Weg- statt Drei-Weg-Wetten.

N

Non-Starter (dt. auch: Nichtstarter)

Ein Begriff, der vor allem bei Pferderennen vorkommt und eine Situation beschreibt, in welcher ein Pferd nicht zum Rennen antritt, obwohl es dafür gemeldet wurde. Ein Pferd wird ebenso als Non-Starter bezeichnet, wenn es wegen einer Verletzung nicht antreten kann oder aufgrund veränderter Streckenbedingungen kurzfristig vom Rennen abgemeldet wird. In anderen Sportarten kommt der Begriff vor, wenn ein Spieler nicht zu einem Wettbewerb antritt, obwohl er auf der Starterliste steht. Im US-Sport werden oft auch Spieler als Non-Starter bezeichnet, die kurz vor einem angesetzten Spiel eine Verletzung erleiden.

O

Over/Under (dt. auch: Über/Unter)

Eine Wette darauf, ob der Gesamtscore eines Spiels höher oder niedriger liegt als ein bestimmter Wert. Over/Under-Wetten können in nahezu allen Sportarten verwendet werden, in denen es ein Punktesystem gibt und werden meist als Zwei-Weg-Wetten angeboten. Bei Fußballwetten zum Beispiel wettet man darauf, ob die Anzahl der Tore in einem Spiel größer oder kleiner ist als die vom Buchmacher gesetzte Vorhersage. Diese wird üblicherweise in einer halben Zahl ausgedrückt, um Leerwetten und Unentschieden zu vermeiden.

P

Parlay

Das amerikanische Äquivalent zu den europäischen Kombiwetten. Es wird immer auf mehr als ein Spiel gesetzt und die Quoten der Tipps werden miteinander multipliziert. Um die Wette zu gewinnen, muss jeder der Tipps richtig sein. Buchmacher bevorzugen Parlay-Wetten gegenüber Money-Line-Wetten, da bei ihnen mehr Chancen existieren, nicht erfolgreich zu sein. Für Wetter sind Parlay-Wetten dennoch attraktiv, da durch die Multiplikation der Quoten hohe Gewinne für geringe Einsätze möglich sind. Nichtsdestotrotz sind die meisten Parlay-Wetten Verlustwetten.

Period Betting (dt. auch: Spielabschnittswette)

Die meisten US-Sportarten sind in Spielabschnitte unterteilt und Buchmacher bieten eine große Auswahl an Wetten für jeden dieser Spielabschnitte an. Am üblichsten sind Period Bettings im Eishockey, wo ein Spiel aus Dritteln zu jeweils 20 Minuten besteht. Beim Basketball und American Football sind die Spiele in Viertel unterteilt. Nur beim Baseball gibt es keine Spielabschnittswetten, weil die Spielabschnitte (Innings) nicht nach Zeit gespielt werden.

Pool-Wetten

Eine Art von Wetten, bei denen der Ertrag nicht auf Quoten basiert, sondern auf dem Anteil der Wetter, die bei einem Sportereignis auf das richtige Ergebnis gesetzt haben. Die Einsätze auf alle möglichen Ergebnisse werden in einem Pool zusammengefasst, der dann unter den erfolgreich gesetzten Wetten aufgeteilt wird. Der Buchmacher behält jedoch seinen Gewinnanteil ein. In diesem System gewinnt der Wettanbieter immer und muss nicht das Risiko auf sich nehmen, bestimmte Quoten anzubieten und anzunehmen (to lay bets). Pool-Wetten sind oft staatlich organisiert, da sie eine zuverlässige Einnahmequelle sind.

Punktedifferenz (engl. Points Spread)

Die Punkte- bzw. Tordifferenz zwischen zwei Mannschaften, die vom Wettanbieter vorhergesagt wird. Sie entspricht dem Handicap und spiegelt die unterschiedlich guten Fähigkeiten der Teams wider sowie die angenommene Wahrscheinlichkeit, dass ein Team das Spiel gewinnt. Diese wird in den Quoten dargestellt. Es gibt also einen direkten Zusammenhang zwischen der Drei-Weg-Wette und dem Points Spread. Der Spread wird meist in halben Punkten geschrieben, um Remis zu verhindern. Wetter können darauf wetten, ob die Punktedifferenz höher oder niedriger ist als der vom Buchmacher angebotene Points Spread.

Q

Quoten (engl. Odds)

Werte, die die Wahrscheinlichkeit ausdrücken, zu der ein bestimmtes Ergebnis nach der Meinung eines Wettanbieters eintritt und ebenso der Preis, zu dem Wetter eine Wette auf ein bestimmtes Ergebnis eines Events setzen. Den Ertrag einer gewonnen Wette ergibt sich aus der Multiplikation der Quote mit dem Einsatz. Ergebnisse werden odds on genannt, wenn es als wahrscheinlicher angesehen wird, dass das Ergebnis eintritt als dass es nicht eintritt. Odds against bedeutet im Gegenzug, dass es als wahrscheinlich angesehen wird, dass das Ergebnis nicht eintritt.
Quoten werden in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich dargestellt, aber überall drücken sie die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses aus. Als Wetter beobachtet und vergleicht man Quoten und entscheidet sich, ob eine Wette sich lohnt. Buchmacher konkurrieren über die Quoten miteinander und schreiben hypothetische Gewinnmargen in sie ein. Das heißt, dass der Buchmacher im Normalfall gewinnen wird, aber in der Praxis ist das nicht immer der Fall.

R

Resultatwette

Wetten auf das Resultat eines sportlichen Ereignisses. In fast allen Sportarten gibt es einen Gewinner und einen Verlierer und in manchen zusätzlich die Möglichkeit eines Unentschiedens. Die einfachste Form des Wettens auf Sportereignisse besteht darin, auf ein Resultat zu wetten. Beim Fußball entspricht dies der Drei-Weg-Wette. In anderen Sportarten wie Tennis oder Snooker gibt es jedoch nur zwei mögliche Resultate, sodass dann nur eine Zwei-Weg-Wette angeboten wird.

S

Scorecast

Eine Fußballwette, die den Tipp auf den ersten Torschützen mit dem auf das genaue Endergebnis kombiniert. Die Wette schließt nur die reguläre Spielzeit mit ein und nicht eine eventuelle Verlängerung. Die Quote ergibt sich dabei nicht aus den beiden Einzelquoten der kombinierten Wetten, da sich beide gegenseitig bedingen. Wenn ein Spieler das erste Tor erzielt, steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass sein Team gewinnt. Dieser Zusammenhang wird in den Quoten berücksichtigt.

Siegwette

Eine Wette, bei der man auf den Sieger eines Rennen oder eines Turnieres setzt. Meist wird sie bei Pferderennen eingesetzt, ist aber auch bei Fußball- oder Tennisturnieren üblich. Setzt man eine Siegwette auf ein Pferd, gewinnt sie nur, wenn das Pferd auch wirklich gewinnt. Die Siegwette besteht nur aus einer Wette, was den entscheidenden Unterschied zur Sieg-/Platz-Wette ausmacht, die aus zwei Wetten besteht und bei der die Wette auch gewinnt, wenn das Pferd nur platziert wird.

Sieg-/Platz-Wette (engl. Each Way)

Eine Wette, die vor allem bei Pferderennen, aber auch bei Golf, Tennis, Ski Alpin oder Turnierwetten angeboten wird. Die genaue Ausgestaltung hängt dabei sehr vom Teilnehmerfeld und Modus der Veranstaltung ab. Bei einem Pferderennen setzt man zum Beispiel darauf, dass ein Pferd gewinnt oder platziert wird, was meistens den Plätzen 2-4 entspricht. Dabei setzt man die Hälfte des Einsatzes auf die Siegwette und die andere auf die Platzwette. Gewinnt das Pferd, gewinnen beide Wetten. Wird es platziert, gewinnt nur die Platzwette. Ist das Pferd schlechter als Platz 4, verlieren beide Wetten. Sieg-/Platz-Wetten werden gerne auf Außenseiter gesetzt, da man so auch mit den geringeren Quoten einer Sieg-/Platz-Wette noch gute Gewinne erzielen kann. Bei Fußballturnieren sind Sieg-/Platz-Wetten auf die Plätze 1 und 2 (Sieger und Finalist) beliebt.

Spielsucht

Es gibt viele Organisationen, die Hilfe gegen Spielsucht anbieten. Um ihrer Verantwortung gerecht zu werden, werben Wettanbieter in ihren Geschäften und auch auf ihren Websites für die Leistungen solcher Organisationen, wie zum Beispiel GamCare in Großbritannien oder spielen-mit-verantwortung.de in Deutschland. Dort können Spielsüchtige professionelle Hilfe bekommen. Ebenso werden mit Aufklärungsteam Maßnahmen zur Suchtprävention betrieben.

Spread

Kurzfassung des Begriffs Points Spread. Der vom Buchmacher angenommene Spread entspricht der Differenz der Quoten zwischen dem Favoriten und dem Außenseiter. Ein Spread wird immer eingesetzt, wenn die beiden Mannschaften nicht gleich stark eingeschätzt werden (kein even match sind), um Einsätze auf beide Seiten des Marktes zu generieren. Bei Spread-Wetten entspricht der Spread dem Abstand an Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen der höheren und der niedrigeren Quote.

Square

Ein bestimmter Typ von Spieler, der vor allem mit dem US-Sport in Verbindung gebracht wird. Ein Spieler wird als Square bezeichnet, wenn er seine Wetten nach dem Setzverhalten eines Wise Guys ausrichtet, der früh setzt, um einen Informationsvorsprung zu nutzen. Wise Guys werden von Wettanbietern beobachtet, da sie oft Fehler in den Quoten offenlegen, wenn sie bessere Informationen als der Wettanbieter haben. So können die Anbieter die Quoten anschließend anpassen. Der Square schließt seine Wetten dann in Reaktion auf diese Quotenanpassungen ab. Es gibt natürlich viel mehr Squares als Wise Guys. Diese setzen die Trends, denen Squares dann folgen. Squares sind normalerweise Gelegenheitsspieler, die keine bestimmte Wettstrategie verfolgen.

Steam

Eine schnell ansteigende Wettbewegung auf einem Wettmarkt in eine Richtung oder auf eine Option. Immer mehr Spieler setzen auf ein bestimmtes Ergebnis und verursachen damit eine schnelle und drastische Anpassung der Quoten. Ein Steam kann auch von der Wettempfehlung eines Tipsters oder von einem Wettsyndikat ausgelöst werden, indem es simultan enorm viele Wetten auf das gleiche Ergebnis setzt. Ein anderer Grund kann aber auch lediglich eine Marktreaktion auf Nachrichten über Verletzungen oder Wetterveränderungen sein.

T

Totes Rennen (engl. Dead Heat)

Ein Begriff, der vor allem bei Pferderennen angewandt wird. Er beschreibt ein Rennen, bei dem zwei Pferde zeitgleich ins Ziel kommen und nicht entschieden werden kann, welches Pferd gewonnen hat. Von Spielern, die auf eines dieser Pferde gesetzt haben, wird die Hälfte des Einsatzes mit der Gewinnquote verrechnet und ausgezahlt. Die andere Hälfte des Einsatzes behält der Buchmacher ein, da er für beide Pferde den Gewinn auszahlen muss.

Trixie

Eine Wette, bei der man auf drei Optionen setzt und die vor allem bei Pferderennen, aber auch beim Tennis und im Fußball beliebt ist. Man kann sowohl eine Siegwette als auch eine Sieg-/Platz-Wette abschließen. Ein Trixie ist eine Systemwette, die aus drei Zweifach- und einer Dreifachwette besteht. Bei einer Siegwette spielt man also insgesamt vier Wetten, bei einer Sieg-/Platz-Wette insgesamt acht. Verliert eine der Optionen, so verlieren sowohl die Dreifach- als auch zwei der Zweifachwetten, sodass nur noch eine Zweifachwette gewinnt. Für Buchmacher sind Trixies deswegen sehr attraktiv.

U

Unentschieden/Gleichstand

Wenn ein Spiel remis endet, gibt es bei vielen Sportwetten keinen Sieger. Bei manchen Sportarten ist es möglich, auf ein Unentschieden zu setzen, zum Beispiel bei Drei-Weg-Wetten im Fußball. Einige Wettmärkte eliminieren die Möglichkeit auf ein Unentschieden, indem sie Spielausgänge in halben Zahlen angeben, etwa bei Handicap-Wetten oder Wetten auf die Gesamtpunktzahl. In anderen Fällen kann es auch sein, dass ein Unentschieden nach den Regeln eines Toten Rennens behandelt wird und die Einsätze auf zwei Gewinner verteilt werden.

V

Value Bet

Eine Wette, bei der die vom Buchmacher angegebenen Quoten als falsch angesehen werden und bei der Kunden demnach einen eventuellen Informationsvorsprung ausspielen können (edge). Wetter bewerten die Quoten auf eine bestimmte Option anhand der ihnen verfügbaren Informationen. Wenn die angebotenen Quoten besser sind als angenommen, wird der Wetter auf die Option setzen. Sind die Quoten schlechter, wird er nicht setzen. Bei einer Value Bet herrscht zwischen dem Wettanbieter und dem Wetter keine Einigkeit über die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Option, sodass der Wetter die Chance auf einen Gewinn sieht und dementsprechend setzen wird.

Verwarnungspunkte (engl. Booking Points)

Wettet man bei Fußballspielen auf die Fairness bzw. Disziplin des Spiels, zählt eine Gelbe Karte 10 Punkte und eine Rote Karte 25 Punkte. Nach dem Spiel werden diese Punkte addiert, wodurch man die Verwarnungspunkte des Spiels erhält. Gibt es in einem Spiel zum Beispiel drei Gelbe Karten und eine Rote Karte, beträgt die Anzahl der Verwarnungspunkte 55 (3×10 + 1×25). Spieler können auf den Abstand an Verwarnungspunkten zwischen beiden Teams wetten oder darauf, ob die absolute Zahl an Verwarnungspunkten über oder unter einem bestimmten Wert liegt. Hierfür schaut man sich am besten vor dem Spiel die Fairnessstatistiken der Mannschaften sowie die Statistik des Schiedsrichters an.

Vigorish

Der Begriff beschreibt die Profitrate, die ein Buchmacher in die Quoten einschreibt oder den Gewinnwert, den ein Wetter in einem Wettmarkt annimmt. Wenn zum Beispiel eine Option, der eine Quote von 2.00 eingeräumt wird, zu einer Quote von 3.00 gespielt werden kann, dann ist Vigorish für den Wetter vorhanden. Ein Synonym für Vigorish ist Juice und wird oft auch als Vig abgekürzt.

W

Wettbörse

Wettbörsen erlauben es Spielern, auf ein Event sowohl Back- als auch Lay-Wetten abzuschließen; je nachdem, ob man darauf setzen will, dass etwas passiert oder es nicht passiert. Eine Wettbörse bringt Spieler mit unterschiedlichen Einschätzungen zu einem Sportereignis zusammen. Die Wette kann nur abgeschlossen werden, wenn sich zwei Spieler auf einen Preis einigen und einer von beiden eine Back-Wette setzt und der andere ein Lay-Wette. Einigen sich die beiden Spieler nur teilweise, kann auch nur ein bestimmter Teil der Wette eingegangen werden. Die Quoten bei Wettbörsen verändern sich meist schnell und reagieren auf Angebot und Nachfrage zu einem bekannten Preis.

Wetter (engl. Punter, Bettor, Gambler)

Die Person, die bei einem Buchmacher Wetten setzt und oft auch Spieler genannt wird. Der Wetter gibt Wetten bei einem Buchmacher in Auftrag, nachdem er die Quoten in einem Markt abgeschätzt hat. Er setzt dabei immer auf einen Ausgang eines Ereignisses, der noch nicht bekannt ist und nicht vorhersagbar ist. Dabei hofft er, aus der Wette einen Ertrag zu erzielen, der sich aus der Multiplikation des Einsatzes mit der siegreichen Quote ergibt. Ein Wetter darf dabei nicht mit einem Investor verglichen werden, der im Vorfeld eines Investments den möglichen Ertrag abschätzt und nach einem geschäftlichen Vorteil sucht.

Wise Guy

Ein erfahrener und fortgeschrittener Wetter, der den Markt beeinflussen kann, weil er mehr Informationen hat als der Buchmacher. Ein Wise Guy setzt meistens sehr früh, um Vorteil aus einem angenommenen Informationsvorsprung zu schlagen. Wettanbieter beobachten das Wettverhalten ihrer Kunden und können Wise Guys identifizieren und anhand deren Wettverhalten die Quoten anpassen. Ein Square-Wetter folgt dem Wettverhalten des Wise Guys und trifft seine Wettentscheidung anhand der auftretenden Quotenveränderung. Wise Guys sind normalerweise professionelle Spieler und werden auch Sharp genannt.

Z

Zukunftswette (engl. Future Bet)

Ein Begriff, der vor allem mit US-amerikanischen Sportmärkten in Verbindung gebracht wird und das Äquivalent zu den europäischen Ante-Post-Wetten darstellt. Die Quoten werden vor dem Start der regulären Saisons der großen US-Ligen veröffentlicht. Das Ziel besteht darin, vorherzusagen, wie Mannschaften in der Zukunft abschneiden werden. Die Quoten von Zukunftswetten werden nach jedem Spieltag angepasst und repräsentieren die Menge an Einsätzen auf die verschiedenen Teams.

Zwei-Weg-Wette (engl. Draw No Bet, Abk. DNB)

Eine Fußballwette, die aufgehoben wird, wenn das Spiel unentschieden endet. In diesem Fall bekommt der Wetter einfach seinen Einsatz zurück. Eine Zwei-Weg-Wette versichert den Spieler dagegen, dass keines der Teams ein eindeutiges Ergebnis zu Stande bringt. Da es nur zwei mögliche Resultate gibt, entweder ein Sieg des Heimteams oder des Auswärtsteams, fallen die Quoten niedriger aus als bei normalen 1X2-Wetten.